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  Eine Gruselgeschichte

Prinz Heinrich von Hanover stellt das Buch "Blut & Champagner vor

von Jürgen Worlitz

 

 

  

Wo sich Prinz Ernst August von Hannover aufhält, mit wem er sein Leben teilt und was er arbeitet, ist nicht bekannt und soll wohl auch keiner wissen. Anders verhält es sich bei seinem jüngeren Bruder. Prinz Heinrich von Hannover ist harmonisch verheiratet mit Prinzessin Thyra, hat drei Kinder mit ihr und macht beruflich das, wovon er etwas versteht: Er publiziert Bücher mit geschichtlichem Hintergrund, zumeist angesiedelt im Adelsspektrum.

Erst kürzlich gab Prinz Heinrich von Hannover in seinem Göttinger Verlag MatrixMedia einen repräsentativen Bildband, betitelt „KaiserKinder – die Familie Wilhelms II. in Fotografien“ heraus. Jetzt widmet sich der rührige Verleger den Habsburgern. Gestern stellte der Welfenprinz in einer Szene-Bar in München das Buch „Blut und Champagner“ (Autor: Nikolaus Fischer) vor, das Erleuchtung in einem der größten Skandale verspricht, die das österreichische Kaiserhaus erschütterte.

Eine Geschichte mit hohem Gruselfaktor:
Vor 122 wurden Kaiserin Sisis einziger Sohn, der mit einer belgischen Prinzessin verheiratete Kronprinz Rudolf, auf Schloss Mayerling in den Armen seiner blutjungen Geliebten Maria von Vetsera tot aufgefunden. Augenscheinlich hatte der Thronfolger erst die 17-jährige Baronesse und dann sich selbst erschossen. Seit dieser Todesnacht ranken sich die wildesten Gerüchte um den gewaltsamen Tod des Paares. Viele Beweisstücke sind vernichtet, vieles ist vertuscht worden. Immer flackern Mordtheorien auf. Anhand von Briefen einer Vertrauten des Kronprinzen soll nun Licht in das Dunkel gebracht werden.

Ein spannendes Buch, das Prinz Heinrich gestern präsentierte, zumal wenn man weiß, dass er selbst aus einem über 1000-jährigen Adelsgeschlecht stammt und in engster Verwandtschaft einen ähnlich gelagerten Schicksalsschlag erleben musste.

 

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Palastgeflüster mit Jürgen Worlitz

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Foto: Prinz Ernst August von Hannover und Jürgen Worlitz

Jürgen Worlitz